Bauabwicklung in neuer Dimension - Eines der größten Infrastrukturbaustellen Europas ist fertig
Am 22. April 2026 wird das Terminal 3 am Flughafen Frankfurt am Main termingerecht eröffnet und damit eines der größten Infrastrukturprojekte Europas fertiggestellt. Hinter den beeindruckenden Zahlen verbirgt sich jedoch weit mehr als reine Größe – es ist das Ergebnis präziser Planung, industrieller Leistungsfähigkeit und einer außergewöhnlichen Teamleistung.
Die Anton Schick GmbH verantwortete den erweiterten Rohbau der Flugsteige H und J inklusive des rund 69 Meter hohen Vorfeldkontrollturms sowie die Bauabschnitte 2.1 und 2.2 am Pier G. In Spitzenzeiten waren bis zu 350 Mitarbeitende und 15 Turmdrehkräne gleichzeitig im Einsatz. Sie prägten das Baufeld und sorgten dafür, dass mehrere Bauabschnitte zeitgleich realisiert werden konnten. Parallele Prozesse wurden dabei nicht nur koordiniert – sie wurden präzise aufeinander abgestimmt.
Die Flugsteige H und J entstanden in modularer Bauweise: Sieben beziehungsweise acht identische Teilbauwerke wurden parallel errichtet und nach dem Aushärten monolithisch miteinander verbunden. Dieses Vorgehen ermöglichte einen kontinuierlichen Baufortschritt bei gleichzeitig hoher Ausführungsqualität.
Ein entscheidender Erfolgsfaktor war die enge Verzahnung zwischen Baustelle und industrieller Fertigung. Der Betonfertigteilbau in den firmeneigenen Werken in Hanau und Bad Kissingen bildete das Rückgrat des Rohbaus. Zahlreiche konstruktive Elemente wurden unter kontrollierten Bedingungen im Werk produziert und mithilfe der eigenen Logistikflotte just-in-time zur Baustelle geliefert. Dort griffen Fertigteilmontage, Ortbetonarbeiten, Schalungs- und Bewehrungsleistungen nahtlos ineinander.
Von der Arbeitsvorbereitung über den Fuhrpark und das Betonfertigteilwerk bis hin zur Verwaltung wurden sämtliche Leistungen aus einer Hand erbracht. Kurze Kommunikationswege, eingespielte Teams und das Integrieren von Lean-Management-Methoden sorgten dafür, dass Planung und Ausführung über die Jahre hinweg durchgängig ineinandergreifen konnten.
Neben der personellen Stärke spielte auch die technische Ausstattung eine zentrale Rolle. Eigene Schalungssysteme, eine leistungsfähige Lkw-Flotte, eigene Mobilkrane, mehrere Betonpumpen sowie eine Mischanlage direkt auf der Baustelle ermöglichten ein hohes Maß an Unabhängigkeit und Flexibilität.
Die Realisierung der Rohbauten für die Flugsteige H und J war eine Meisterleistung aus parallelen Bauprozessen, technischer Präzision und industrieller Fertigungskompetenz. Terminal 3 zeigt eindrucksvoll, wie modulare Bauweise, präzise Planung und hohe Eigenleistung zusammenkommen, um ein modernes und funktionales Flughafenterminal zu realisieren.
„Die Fertigstellung des Terminal 3 ist für uns ein besonderer Meilenstein. Dass wir dieses Projekt termingerecht abschließen konnten – trotz der Herausforderungen durch Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg – erfüllt uns mit besonderem Stolz. Nach Projekten wie dem Winterdienstgebäude, der Feuerwache 3 und dem Sanitärgebäude BP bedanken wir uns bei der Fraport AG herzlich für das erneut entgegengebrachte Vertrauen in unsere Leistungsfähigkeit. Ein Bauvorhaben dieser Größenordnung lässt sich nur mit außergewöhnlichem Engagement realisieren. Unser besonderer Dank gilt deshalb unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf der Baustelle, in den Betonfertigteilwerken sowie in allen unterstützenden Bereichen – von der Verwaltung über die Arbeitsvorbereitung bis hin zum maschinentechnischen Bereich. Mit ihrer Kompetenz, ihrer Einsatzbereitschaft und ihrem Teamgeist haben sie entscheidend zum Gelingen dieses Großprojekts beigetragen. Ebenso danken wir unseren Lieferanten, Partnern und Nachunternehmen für die vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit“, so die Geschäftsführung um Stefan Falkenberg, Edgar Endres und Markus Schmitt.
Weitere Informationen und Bilder zum Projekt finden Sie hier: Referenz - Terminal 3 Frankfurt – SCHiCK Unternehmensgruppe


